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SUMMARY:06 Sensou Hantai - Gegen den Krieg. StudentInnenproteste im modernen Japan.
DESCRIPTION:Der politische Sommer 2015 in Japan war heiß und lang. Wochenlang gingen zehntausende Menschen auf die Strasse um für einen demokratischen und antimilitaristischen Wandel zu kämpfen. Die konservative Regierung um Premier Abe wollte den Artikel 9 der Japanischen Verfassung verändern\, welcher dem Staat verbot Angriffskriege zu führen. Dies passierte dann auch am 30. September\, trotz nicht einmal 30 Prozent Rückhalt in der Bevölkerung und hunderttausenden DemonstrantInnen vor dem Parlament .\nIn der Mitte dieser DemonstrantInnen steht eine nicht einmal 6 Monate alte Gruppe von Studenten SEALDs – „Students Emergency Action for Liberal Democracy“ . Diese mit ihrer neuen frischen Art sich schnell etablierende Gruppe hatte eine wahnsinnige Anziehungskraft auf Jung und Alt ausgeübt.  \nÜber die Protestkultur in Japan ist nicht nur im Westen wenig bekannt\, auch innerhalb Japans waren außerparlamentarische Bewegungen nach dem traumatischen Ereignissen der 70er Jahre (Stichwort linker Terror und Polizeirepression) in einer breiteren öffentlichen Sphäre marginalisiert. Sie waren jedoch nicht gänzlich verschwunden. In alternativen Räumen wurde viel probiert\, experimentiert und neu definiert. Die Ereignisse der Erdbeben und Atomkatastrophe im Jahre 2011 führten in weiten Teilen der japanischen Gesellschaft zur Entwicklung kritischer Standpunkte gegenüber der Regierungspolitik. Demonstrationen traten wieder ihren Einzug in den Mainstream an und nicht nur das\, erstmals seit den 70er Jahren sind mit SEALDs wieder Studenten ihre TrägerInnen. \nAktivistInnen der japanischen StudentInnengruppe „SEALDs“ („Students Emergency Action for Liberal Democracy“) werden an diesem Abend zu Besuch sein und von ihren Erfahrungen berichten.\nAngefragt ist auch ein Einführungsreferat über die Geschichte und Gegenwart zivilgesellschaftlichen Engagements in Japan\, gehalten von Dr. Phoebe Holdgrün\, welche am Deutschen Institut für Japanforschung arbeitet. \nDazu kann auch eine Fotoausstellung des deutschen Japanologen Paul Kniep bewundert werden\, welcher die antimilitaristischen Proteste des Jahres 2015 fotografisch begleitet hat. \nDie Veranstaltung wird von Studierenden der japanologischen Institute in Wien und Leipzig organisiert. Wir freuen uns auf eine spannende Diskussion!! \nPS.: Die Veranstaltung wird auf Englisch gehalten. Es gibt auch ein Übersetzzungsservice für die Sprachen Deutsch und Japanisch. \n
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