BEGIN:VCALENDAR
VERSION:2.0
PRODID:-//STRAWANZERIN - ECPv4.9.5//NONSGML v1.0//EN
CALSCALE:GREGORIAN
METHOD:PUBLISH
X-WR-CALNAME:STRAWANZERIN
X-ORIGINAL-URL:https://www.strawanzerin.at
X-WR-CALDESC:Veranstaltungen im STRAWANZERIN
BEGIN:VTIMEZONE
TZID:"Europe/Vienna"
BEGIN:DAYLIGHT
TZOFFSETFROM:+0100
TZOFFSETTO:+0200
TZNAME:CEST
DTSTART:20210328T010000
END:DAYLIGHT
BEGIN:STANDARD
TZOFFSETFROM:+0200
TZOFFSETTO:+0100
TZNAME:CET
DTSTART:20211031T010000
END:STANDARD
END:VTIMEZONE
BEGIN:VEVENT
DTSTART;TZID="Europe/Vienna":20210220T130000
DTEND;TZID="Europe/Vienna":20210220T130000
DTSTAMP:20260604T210937
CREATED:20210216T100736Z
LAST-MODIFIED:20210216T100736Z
UID:76298-1613826000-1613826000@www.strawanzerin.at
SUMMARY:BLACK BOX - Phantomtheater für 1 Person
DESCRIPTION:von STEFAN KAEGI // RIMINI PROTOKOLL\nRegie STEFAN KAEGI // RIMINI PROTOKOLL \nMonatelang standen die Theater leer. Aufführungen vor gefüllten Sälen waren bis auf weiteres verboten. Ausstellungsbesuche durch Einzelpersonen waren dagegen erlaubt. Folgerichtig wurde das Black-Box-Theater zum White-Cube-Museum und stellt sich selbst aus: Das Phänomen\, dass hier Menschen zusammenkamen\, um Kunst zu sehen. In den leeren Räumen hallte nach\, was die Menschen hier verband – Gefühlsstürme\, Lacher\, Tränen und Applaus. Aber was bleibt von einer flüchtigen Theateraufführung überhaupt zurück? Aufzeichnungen\, Kritiken und selbst Regiebücher bilden nur einen Teil der Aufführung ab. Hormone\, Gerüche\, Textur haben andere Spuren hinterlassen. In ihrer Leere entwickeln Zuschauer*innenräume\, Bühne\, Garderoben und Lichtbrücken den Charme von Ruinen: Post-Spektakel. Die Bühne und ihre Umgebung als temporäre Ruine einer rituellen Versammlungsstätte. Eine Archäologie der Repräsentation von Gesellschaft. Schicht für Schicht abgetragen gibt das Gebäude den Blick frei auf das\, was Theater war\, ist\, sein kann.\nWieviel davon ist technisch simulierbar\, reproduzierbar\, synchronisierbar? Was ist\, wenn sich die Weltsimulationsmaschine Theater von selbst in Bewegung setzt und das Publikum ins Zentrum des Geschehens rutscht?\nCOVID-19 hat möglich gemacht\, was sich sonst kein Schauspielhaus erlauben könnte: ein ganzes Haus spielt für eine Person. Wie in Andrei Tarkowskis Film STALKER geht alle fünf Minuten ein*e Besucher*in vorsichtig durch die Flure\, mit Kopfhörern und Handschuhen treten sie durch die leeren Reihen im Zuschauer*innenraum auf die Unterbühne und betreten das Labyrinth der Fiktionsmaschine. Die Black Box öffnet sich den rekonstruierenden Forscher*innen und stellt die Frage: Wo sind die anderen? In Zeiten von sozialer Distanz und Isolation gilt es hier zu entdecken\, was Gemeinschaft bedeutet.\nErinnerung funktioniert wie ein Palimpsest aus vielen Schichten. Stefan Kaegi von Rimini Protokoll nimmt Expert*innen für politische Gemeinschaft\, Simulation und Erinnerung auf; Menschen\, deren Leben mit diesen Räumen und der Idee von Theater verbunden sind: Maskenbildner*innen und Souffleur*innen\, Ensemblemitglieder und Philosoph*innen…\nZwischen ihren binaural im Raum inszenierten Stimmen und ortsspezifischen Klängen entsteht eine Fährte durch den Körper des Theaters\, die en passant zu einem Gang ins Unterbewusste der Gesellschaft werden könnte.\nFür das Volkstheater\, das nicht nur wegen der Pandemie\, sondern auch für eine Grundsanierung ein ganzes Jahr geschlossen war\, entwickelt Stefan Kaegi den Ansatz seines Stücks BLACK BOX weiter. Die ursprüngliche Idee entstand im Théâtre Vidy in Lausanne\, dessen Räumlichkeiten kurz darauf abgerissen wurden und Platz für ein neues Gebäude machten\, wurde danach im Staatsschauspiel Stuttgart fortgeführt\, einem Haus\, das den Spielbetrieb über Monate hinweg vollständig einstellen musste.\nNiemand weiß\, auf welche Situation die Adaption von BLACK BOX in Wien treffen wird. Wird das Stück das Erwachen des Volkstheaters aus dem Dornröschenschlaf reflektieren\, das Publikum – als Audiowalk – erstmals durch die in neuem Glanz erstrahlenden Räumlichkeiten führen und die Frage stellen\, welche Spuren seiner wechselhaften Geschichte getilgt und welche noch wahrnehmbar sind? Oder drängen die zur Zeit nicht vorhersehbaren Bedingungen dem Stück erneut eine mehr forensisch-archäologische Perspektive auf: Theater\, was es einmal war – und was es\, wenn wir diese dunkle Zeit hinter uns gebracht haben\, in Zukunft wieder sein könnte? \n
URL:https://www.strawanzerin.at/termin/black-box-phantomtheater-fuer-1-person/2021-02-20/
LOCATION:Volkstheater Wien\, Arthur-Schnitzler-Platz 1\, Wien\, Wien\, 1070\, Österreich
CATEGORIES:Rundgang,Theater/Kabarett
ATTACH;FMTTYPE=image/jpeg:https://www.strawanzerin.at/wp-content/uploads/2021/02/201213_VT_Blackbox_c_Nikolaus_Ostermann_35-scaled.jpg
END:VEVENT
END:VCALENDAR