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SUMMARY:(EIN) KÄTHCHEN.TRAUM oder Der seltsame Fall aus Heilbronn
DESCRIPTION:Uraufführung\nVon Gernot Plass\nFrei nach „Das Käthchen von Heilbronn“ von Heinrich von Kleist \nWiederaufnahme Fr 13.10.2017\, 20.00\nVorstellungen Sa 14. + Mo 16.10.2017\, 20.00\nZum letzten Mal Mi 18.10.2017\, 20.00 \n„Ein beeindruckender Abend.“ APA\n„Sehr witzig und präzise.“ KURIER\n„Spannend\, komisch\, klug.“ DIE PRESSE\n„Zackige Dialoge\, coole Action (…) ein ironischer Metathriller.” FALTER\n„Verdammt lustig.“ NEUE WIENER THEATERKRITIK \n“Wie nennt man das? Empfindung? Wahnsinn?” \nWürde man es mit hartem\, aufgeklärten Blick lesen\, dann wäre das „Käthchen von Heilbronn“ üble romantisierende Propaganda. Dieser Text steht im Verdacht\, die Vorstellung von der Vorbestimmtheit der großen Liebe des Lebens durch den Ratschluss der Engel in Millionen Köpfe empfindsamer deutscher Bürgerkinder gesenkt zu haben. Heinrich von Kleist wäre nach diesen Maßstäben ein Verrückter. Seine konsequente Haltung\, den Somnambulismus metaphysisch zu deuten\, sein brüllendes Verlangen nach Intensität der Liebesbeziehung\, nach Steigerung\, Überhöhung\, Übertreibung ließ ihn ja nicht nur derlei Dramen verfassen\, sondern trieb ihn letztlich sogar in den Selbstmord. \nWas liegt vor? Ein Märchen\, in dessen Fortgang Cherubime walten\, Nebenbuhlerinnen zu technisch aggregierten Monstern stilisiert werden\, deutsche Kaiser ex machina emergieren\, eigene Verfehlungen eingestehen und ein rechtschaffenes Mägdlein emporheben. Dieses lässt sich im Bezug auf die ihr zugeraunten Prophezeiungen nicht und nicht beirren\, bis ihr nichts mehr fehlt zum höchsten Glück: die Heirat mit dem ihr vorherbestimmten „Märchenprinz“ samt Erhebung in den Adelstand ganz nebenbei. Und gleichzeitig ist dieses Märchen eine frühe Erkundung der später entdeckten und als „das Unbewusste“ bezeichneten Nachtseite menschlicher Seelenökonomie. \nSo weit\, so „modern“. Wie dem beispringen? Heute? Sollte man das verteidigen? Sind wir nicht alle verborgene RomantikerInnen? Gernot Plass versucht eine Neudeutung und Überschreibung dieses dramatischen Filetstücks deutscher Ritter-Romantik und führt die Handlung zunächst über eine mafiöse Groteske in einen nervenzerfetzenden Psychothriller\, um sie in eine kafkaeske Höllenfahrt fortzutreiben\, bis er sich schließlich mit der Romantik in nächster Ordnung wieder versöhnt. Love is in the air! Taschentücher mitnehmen. \nDauer der Vorstellung ca. 110 Minuten\, keine Pause \nEs spielen Alexander Braunshör\, Jens Claßen\, Sven Kaschte\, Nancy Mensah-Offei\, Raphael Nicholas\, Georg Schubert\, Elisabeth Veit \nText und Regie Gernot Plass\nAusstattung Alexandra Burgstaller\nBühnenmalerei Arno Popotnig\nSound Dr. Plass\nChor-Arrangement und Einstudierung Andrés García\nMaske Beate Lentsch-Bayerl\nRegieassistenz Renate Vavera\nRegiehospitanz Benjamin Seidl\nAusstattungshospitanz Elisabeth Leeb\nKostümbetreuung Daniela Zivic\nTon und Projektion Peter Hirsch\nLicht Hans Egger\nTechnik Andreas Nehr\, Frank Fetzer \n
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