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SUMMARY:Vienna Rossa: der Zauberberg des Austromarxismus (Teil 1) Sammlung mit Aussicht #4
DESCRIPTION:Einführung & Ein fiktiver Dialog über Ideologiekritik des Roten Wien \nIn den 1970er Jahren reiste der italienische Architekturtheoretiker Manfredo Tafuri mit Kollegen nach Wien\, um die Gemeindebauten des Roten Wien zum ersten Mal umfassend aus architekturhistorischer Perspektive zu untersuchen. Es entstand die legendäre Studie Vienna Rossa. \nTafuri war ein Akteur der neomarxistischen Debatten in Italien während der Nachkriegsjahrzehnte. Er unterzog die Wiener Bauten einer harten Ideologiekritik\, indem er ihnen vorwarf\, die Krisen der Zeit bestenfalls ausgedrückt (meistens nostalgisch-pathetisch verklärt) zu haben\, statt sie strukturell überwinden zu helfen. Obwohl oder vielleicht gerade weil Vienna Rossa bisher nicht auf Deutsch erschienen ist\, halten viele Architekturhistoriker*innen die Studie für bedeutsam\, auch wenn fast keine/r Tafuris Schlussfolgerungen folgt. Vielmehr wird sie oft zum Anlass genommen\, die Bauten des Roten Wien in großen und kleinen Bänden zu lobpreisen. \nAm Institut für Kunst und Architektur der Akademie der bildenden Künste Wien ist eine Gruppe von Studierenden unter der Betreuung von Angelika Schnell dem Mythos dieser Studie\, ihrer Rezeption\, und ihrer Bedeutung in Zeiten zunehmender Kapitalismuskritik auf den Grund gegangen. Den Auftakt macht zur Eröffnung der „Sammlung mit Aussicht“ eine Lesung. Anfang 2019 folgt die Fortsetzung mit weiteren performative Präsentationen. \nEinführung: Angelika Schnell\, Prof. für Architekturtheorie\, Akademie der bildenden Künste Wien \nAutorin: Iklim Dogan \n
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