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SUMMARY:Konstanze Sailer: Memory Gaps – Kunstaktion des Gedenkens
DESCRIPTION:„Braune Winkel“: Der NS-Genozid an Roma und Sinti \nAm 2. August 1944 wurden an einem einzigen Tag im sogenannten „Zigeunerlager“ – einem Teil des Konzentrationslagers Auschwitz – insgesamt 2.897 Roma und Sinti\, darunter Kinder\, Frauen und Männer in den Gaskammern ermordet. Im Holocaust wurden in Europa insgesamt an die 500.000 Roma und Sinti in den NS-Vernichtungslagern ihres Lebens beraubt\, starben infolge von Zwangsarbeit\, planmäßiger Mangelernährung oder unbehandelten Krankheiten. Vor 1938 lebten nahezu 12.000 Roma und Sinti in Österreich etwa 90% fielen den rassistischen Verfolgungen und Deportationen der NS-Diktatur zum Opfer. In zahlreichen Fällen können in den heutigen Archiven nicht einmal mehr die Familiennamen der Deportierten eindeutig rekonstruiert werden. \nMit schwarzen und braunen „Winkeln“\, jenen farbigen\, gleichschenkligen Stoffdreiecken auf der Häftlingskleidung wurden Roma und Sinti – zusätzlich zu den Häftlingsnummern – stigmatisiert. Die Überlebenden wurden nach dem Krieg jahrzehntelang nicht als Opfer der NS-Verfolgung anerkannt. Sie erhielten daher nur geringe oder vielfach gar keine staatlichen Entschädigungen\, erst ab den 1980er Jahren begann sich die Situation langsam zu verbessern\, indem Roma und Sinti zunehmend als Minderheiten anerkannt wurden. Erst im April 2015\, nach 71 Jahren\, deklarierte das Europäische Parlament den 2. August zum Europäischen Holocaust-Gedenktag für Sinti und Roma. \nBerta B. (* 1920 in Wien; † 01. Januar 1945 im Konzentrationslager Buchenwald) wurde am 29. Juni 1939 in das KZ-Ravensbrück deportiert\, wo sie bis September 1944 unter der Häftlingsnummer 1636 inhaftiert blieb. Die Haftgründe lauteten: „Roma oder Sinti Zugehörigkeit“ sowie „Asozialität“ mit der zusätzlichen Spezifikation „arbeitsscheu“. Im September wurde sie aus dem KZ-Ravensbrück in das KZ-Buchenwald deportiert und dort am Neujahrstag des Jahres 1945 ermordet. \nBis zum heutigen Tag existiert in Wien keine Straße\, die ihren Namen trägt. Hingegen ist nach Franz Häußler heute noch eine Gasse in 1220 Wien benannt. Häußler war Pädagoge\, Psychologe\, NSDAP-Mitglied und ab Mai 1938 Blockleiter\, der bereits 1934 eine Jugendorganisation im Sinne des NS-Gedankengutes in Wien gründete. Anstelle von Franz Häußler sollte zukünftig in Wien-Donaustadt an Berta B. erinnert werden. \n„Memory Gaps“ – die Kunstaktion des Gedenkens der deutsch-österreichischen Malerin Konstanze Sailer: \nMonat für Monat werden Ausstellungen in virtuellen Räumen eröffnet. Diese Galerien befinden sich ausnahmslos in Straßen oder an Plätzen Wiens\, die es nicht gibt\, die es jedoch geben sollte. Straßen mit Namen von Opfern der NS-Diktatur. Monat für Monat werden damit Erinnerungslücken geschlossen. Zusätzlich zu den vorgeschlagenen Straßennamen der Opfer werden auch Umbenennungen von Straßen angeregt: Von jenen Straßen und Plätzen\, die heute noch Namen von Personen tragen\, die im Naheverhältnis zum Nationalsozialismus standen. Tusche auf Papier wurde als Technik gewählt\, um der „Filigranität“ jener „Papierfetzen“ nachzuempfinden\, auf denen in Konzentrationslagern inhaftierte Künstler – zumeist im Geheimen – ihre Kunstwerke herstellten. \n
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