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SUMMARY:Nationalsozialistischer Untatendrang: Lesung aus Omas und Opas 'Schwarzen Heften'
DESCRIPTION:Einleitung und Lesung von Marlene Gallner und David Hellbrück \nSeit dem 8. Mai verloren die Deutschen endgültig das Einzige\, was Ohnmacht nach einem Wort von Adorno den Vernichteten hätte schenken können: das Gedächtnis. An seine Stelle traten\, weil kein Deutscher von frei machender Arbeit lassen kann\, zunächst die „Aufarbeitung der Vergangenheit“\, dann\, weil die Verdrängung der Gewalt zum Grundrepertoire des Geredes nach Auschwitz gehört\, ihre „Bewältigung“ und inzwischen eine „Erinnerungskultur“\, welche die endgültige Wiedergutmachung der Deutschen in naher Zukunft erwarten lässt: dass demnächst der 8. Mai den 3. Oktober als den einzigen bundesdeutschen Feiertag ergänzen und alljährlich beim Holocaust-Denkmal\, um das man bekanntlich beneidet wird\, gefeiert wird. \nWesentliches Produktionsschema erinnerungskultureller Bemühungen ist die Verschiebung des Bösen auf Adolf Hitler und andere Persönlichkeiten des Nationalsozialismus\, deren intimste Geheimnisse die Guido Knopps dieser Welt zu lüften nicht müde werden\, einerseits – andererseits die Ehrenrettung „unsere(r) Mütter\, unsere(r) Väter“; also die Rettung der Familienehre\, die ohne Leugnung\, Verneinung und Vertuschung nicht gelingt. \nDeshalb sind die privaten Dokumente der Groß- und Urgroßväter\, welche ihren nationalsozialistischen Untatendrang bezeugen könnten\, als die ‚Schwarzen Hefte‘ der Kleinfamilie heute in den Schubladen deutscher Wohnzimmer ebenso verschwunden wie das Silberbesteck der deportierten Nachbarn. An diesem Abend soll in diese Schubladen gegriffen und aus Tagebucheinträgen\, Briefen\, Zeugenberichten und anderen Schriftsätzen der Täter* szenisch gelesen werden. Aus den als authentisch und subjektiv\, also ganz unangreifbar sich gebärdenden Berichten und Botschaften soll herausgehört werden\, dass es dort wie anderswo einzig um Schuldabwehr und die falsche Rettung der Familienbande und Abstammungslinie geht\, die allerdings ohne die Rettung der Soldatenehre und die Apologie von Staat und Nation nicht zu haben sind. \nDie Veranstaltung ist kostenlos und wird von „Assoziation Panda – Verein zur Förderung des kritischen literarischen Diskurses“ mit freundlicher Unterstützung des Bezirks Rudolfsheim-Fünfhaus organisiert. \n
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