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SUMMARY:Otmar Wagner: Wunde Welt #3 Ästhetik der Absperrung
DESCRIPTION:Spielfeld\, Herbst 2015: Flüchtlingsströme ohne Ende am österreichisch-slowenischen Grenzübergang. Wo kommen die denn alle her? Das ist nicht die Frage\, und trotzdem die totale Überforderung. Deshalb: Ein Zaun muss her! Das steht nicht in Frage. Aber die eigentliche Kernfrage lautet: Wie soll er aussehen\, der Zaun? Das beschäftigt nicht nur die Politik\, sondern auch die Kunst. Denn es ist nicht nur ein gesellschaftspolitisches\, sondern auch ein ästhetisches Problem. Und zwar: global. \nOtmar Wagner widmet sich in ‚WUNDE WELT #3‘ der Ästhetik der Absperrung\, der Grenze\, unübersehbar relevant\, aber im Mainstream-Diskurs kaum bedacht. Er forscht. Er durchforscht und analysiert Grenzen weltweit aufgrund ihrer formalästhetischen Struktur: von Korea bis Kaschmir\, von Melilla bis Marokko\, von Belfast bis Berlin\, von Zypern bis Ceuta\, von Mexiko bis Mazedonien\, von Palästina bis Pakistan\, von den Vereinigten Staaten bis Bulgarien\, von Ungarn bis Österreich. \nDamit ist Otmar Wagner wieder daheim angekommen\, er liest Régis Debrays ‚Lob der Grenzen‘ und Konrad Paul Liessmanns ‚Lob der Grenze‘. Weil ihn das nicht weiterbringt\, fährt er nach Spielfeld und praktiziert dort die Extremsportart ‚Grenzzaunjogging‘ – er joggt am Grenzzaun entlang. Das bringt ihn auch nicht weiter. Weiter bringt ihn ein brillanter Artikel von Olaf Briese: ‚Wartungsarm und formschön. Zur Ästhetik der Berliner Mauer‘. Weiter bringt ihn auch die ‚Lebende Grenze‘ der Identitären\, ihr antihumanitärer Aktionismus\, ihr verkörperter Hass. Und weiter bringt ihn auch seine eigene Haut\, die er\, im Gegensatz zu all den Flüchtlingen dieser Welt\, nicht retten muss: eine semipermeable europäische Membran\, atmungsaktiv und jederzeit bereit für einen Urlaub in exotischen Beach-Resort-Hotels\, die ihm (gut abgeschirmt und bewacht) erlauben\, sich der Wiederentdeckung der eigenen Körperlichkeit hinzugeben. Und zwar als Jungfrau\, als ‚Jungfrau Europa‘\, scheinbar ohne Schuld und ohne Scham\, ein Körper\, ein Geist\, vorgezeichnet von Sebastian Münter\, 1537\, eine utopische Kartografie der Macht. \n
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