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SUMMARY:Transkulturalität_mdw  Interdisziplinäre Ringvorlesung
DESCRIPTION:6. Termin: Gesellschaft in Bewegung\nVortrag: Astrid Messerschmidt; Erziehungswissenschaftlerin\n(*1965)\, Dr. phil. habil.\, Erziehungswissenschaftlerin und Erwachsenenbildnerin; seit Sommersemester 2016 Professur für Erziehungswissenschaft mit Schwerpunkt Geschlecht und Diversität an der Bergischen Universität Wuppertal;\nArbeits- und Forschungsschwerpunkte: Migrationsgesellschaftliche Bildung\, Diversität und Diskriminierung\, Geschlechtertheorien und geschlechterreflektierende Bildung; Antisemitismus und Rassismus in den Nachwirkungen des Nationalsozialismus.  \nMigrationsgesellschaftlich denken – globalitätsbewusst handeln – Bildungsprozesse für die Gegenwart\nDurch Migrationen werden die nationalen Ordnungen der Zugehörigkeit in Bewegung gebracht. Die Abwehr dagegen ist gesellschaftlich ausgeprägt\, der Wunsch an einem abstammungsorientierten und homogenen Konzept von gemeinschaftsbildender Nationalstaatlichkeit festzuhalten\, hat sich zumindest in Deutschland und auch in anderen europäischen Ländern nicht erledigt. Der Begriff der Migrationsgesellschaft macht auf innere Pluralität und gesellschaftliche Zugehörigkeit aufmerksam und kennzeichnet ein Konzept\, das den/die Andere/n nicht verstehen muss\, um sie als Subjekte zu anzuerkennen.\nDas universelle Bedürfnis nach angemessenen Lebens- und Arbeitsbedingungen\, aber auch die vielfache wechselseitige\, praktische Angewiesenheit der Weltbevölkerung aufeinander\, verbindet geflüchtete Menschen\, Menschen an den Zielorten der Flucht und etablierte Bewohner_innen der relativ privilegierten Zielorte dieser Welt. Wir sind uns weniger fremd\, als oft behauptet wird. Die Auseinandersetzung mit der ungleichen Verteilung von Eigentum\, Vermögen und infrastruktureller Versorgung ist ein wesentlicher Bestandteil einer globalen Bewusstseinsbildung. Der Impuls\, der von Migrationsbewegungen ausgeht\, ist somit weitreichender als Integrationsmaßnahmen und „Willkommenskulturen“ suggerieren. Mit einer migrationsgesellschaftlichen und kritischen Bildungsarbeit verbindet sich ein politisches Projekt\, das die Ordnung der pädagogischen\, ökonomischen und sozialen Organisationen und der Bildungsinstitutionen theoretisch\, konzeptionell und praktisch revidiert. \nKünstlerischer Beitrag: Ruth Beckermann\, Dokumentarfilmerin und Autorin\nRuth Beckermann ist in Wien geboren\, wo sie auch ihre Kindheit verbrachte. Nach dem Studium der Publizistik und Kunstgeschichte und Studienaufenthalten in Tel Aviv und New York promovierte sie 1977 an der Universität Wien zum Dr.phil. Sie arbeitete als Journalistin für verschiedene Zeitschriften in Österreich und der Schweiz. 1978 gründete sie mit zwei Kollegen den Verleih filmladen\, wo sie sieben Jahre tätig war. In dieser Zeit entstanden ihre ersten Filme und Bücher. Seit 1985 arbeitet Ruth Beckermann als freie Autorin und Filmschaffende. \nThose Who Go Those Who Stay (Dokumentarfilm 2013\, 75 min.)\nRegen auf der Fensterscheibe\, ein Feuerwehrauto\, ein Kater\, der unzählige Nachkommen gezeugt hat: Es ist das absichtlich absichtslose Schauen\, das den Zufall zulässt\, ein Erzählen und Erinnern auf Fährten\, die Ruth Beckermann kreuz und quer durch Europa und rund ums Mittelmeer verfolgt. \nNigerianische Asylwerber in Sizilien\, ein arabischer Musiker in Galiläa\, bierselige Nationalisten in Wien\, die kapitolinische Wölfin und drei verschleierte junge Frauen\, die minutenlang versuchen\, eine stark befahrene Straße in Alexandria zu überqueren. Fäden\, Tücher und Textilien tauchen immer wieder auf wie Lesezeichen in einem Gewebe aus Reisebewegungen und Fluchtbewegungen.  \n„Those who go Those who stay“ erzählt vom Unterwegssein in der Welt und im eigenen Lebenslauf.\nKommentar und Moderation: Andrea Ellmeier\nist Historikerin\, seit 2009 Gender-Koordinatorin im Vizerektorat für Lehre und Frauenförderung der mdw – Universität für Musik und darstellende Kunst Wien und Aufbau der Koordinationsstelle für Frauenförderung und Gender Studies der mdw\, ab 2014 deren Leiterin. \n
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