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SUMMARY:Workshop DAS EIGENTUM UND DIE WOHNUNGSFRAGE Was macht die herrschende Marktwirtschaft mit unserem Lebensraum in Wien\, und wie können wir uns dagegen wehren?
DESCRIPTION:Zweitägiger Workshop zur Funktion des Grundeigentums im Kapitalismus\, der Analyse der Wohnraumpolitik in Wien und den Möglichkeiten von Kämpfen gegen diese Verhältnisse.\nWir befinden uns im Jahr 7 oder 8 der Krise\, die alle Bereiche der Wirtschaft umfasst. Zeitungen und auch kritische Publikationen sind voll mit Berichten über Schulden\, die Umtriebe des Finanzkapitals\, und den Umgang der Politik mit den Währungen\, die sie verwalten.\nGrößtenteils hat sich dafür der Begriff „Finanzkrise“ etabliert\, der Kreditüberbau des Wirtschaftssystems ist in aller Munde. Aus Flucht vor dem nervösen Finanzmarkt haben viele Anlegerinnen in „Betongold“ – in Immobilien – investiert. Dies hat nicht nur einen Bauboom ausgelöst\, sondern hat an vielen Orten den Handel mit der Wohnungsnot von Menschen angekurbelt.\nLinke Parteien versuchen als Reaktion darauf mit einem gerechterem Kapitalismus zu werben\, außerparlamentarische Kritikerinnen wollen ein bedingungsloses Grundeinkommen eingeführt haben\, reaktionäre Politikerinnen wollen zurück zur Sozialdemokratie für „Inländer“.\nWas jedoch auch von den radikalsten Gesellschaftskritikerinnen nie thematisiert wird: Das Jonglieren mit bedrucktem Papier beruht auf der Eigentumsordnung\, die weltweit mehr oder weniger rechtlich verankert ist – sie gehört zum Rechtsstaat dazu und verstößt nicht gegen die Menschenrechte. Am schlagendsten wird die Eigentumsfrage bei den Gegenständen des täglichen Bedarfs. Bei aller Anspruchslosigkeit muss der Mensch essen\, sich kleiden und wo wohnen. Für Kapitalistinnen ist unsere Abhängigkeit von diesen Gütern\, die durch die Eigentumsordnung vom Rechtsstaat mit ihrer Justiz und Polizei beschützt werden\, eine bewährte Methode uns im Joch der Lohnarbeit zu halten um für unser Überleben bezahlen zu können.\nZiele des Workshops sind es\, die Funktionen von Wohnraum und Eigentum im Kapitalismus zu verstehen und die Tendenzen der Wohnraumpolitik in Wien und anderen Teilen Österreichs einer Analyse zu unterziehen. Auf dieser Grundlage soll mit dem historischen und aktuellen Wissen über die Möglichkeiten und Formen von sinnvollen Kämpfen gegen diese Verhältnisse im Hier und Jetzt diskutiert werden. \nZusammenfassung des Programms:\nNach einer kurzen Einführung gibt es Referate zu neueren Geschichte des Wohnungseigentums: die Siedlerbewegung und der Friedenskronenzins\, sowie kurze Darstellungen des sozialen Wohnbaus in Wien und des Immobilienmarktes heute\, um dann in eine Debatte zu folgenden Fragen einzusteigen:\nWie kommt eigentlich der Normalverbraucher\, also Eigentumslose heute vom Standpunkt des Grundeigentums vor?\nWas für eine Rolle spielt die Stadt Wien als Subjekt bei all diesen Entwicklungen?\nWas gibt es für Aktionsformen dagegen\, und was bringen die oder können die bringen?\n„Die Häuser und Plätze denen die sie bewohnen!“ – an wen richtet sich dieser „Reclaim the streets!“-Aufruf eigentlich?\nÜberlegungen der etwas anderen Art\, ob wir mit der Marktwirtschaft wirklich gut bedient sind \nSa 9. Mai 14:00 bis 19:00\n+ Am Grundeigentum wollen wir beim Input über „Die Funktion des Grundeigentums im Kapitalismus“ von Amelie Lanier aufzeigen\, dass Eigentum nichts Natürliches\, sondern ein vom staatlichen Gewaltmonopol verordnetes Rechtsverhältnis ist …\n…das Eigentum Ausschluss ist\, und daher einem Teil der Menschheit die Möglichkeit gibt\, sich am anderen zu bereichern…\n…dass die Eigentumsordnung nicht von den Individuen ausgeht\, sondern vom Gesetzgeber\, und…\n…dass Eigentum nicht Diebstahl sein kann\, weil Diebstahl als Delikt bereits die Eigentumsordnung voraussetzt.\n+ „Einfach siedeln – Zwischen sozialer Bewegung\, Politik und der Idee eines anderen Lebens in einer anderen Stadt“\nAndreas Gautsch erzählt über die Wiener Siedler_innenbewegung\, als erste grassroot Bewegung der noch jungen I. Republik machte sie einen rasanten Wandel durch. Von der wilden Phase mit ihren Besetzungen und Aneignungen hin zur regulierten Phase der Genossenschaftssiedlungen bis die Siedlungen schließlich zum kommunalpolitischen Auslaufmodell wurden. \nSo 10. Mai 14:00 bis 19:00\n+ Mara Verlic macht sich in ihrem Input „Gentrification in Wien?“ auf die Spurensuche nach Anzeichen für Gentrifizierung in Wien. Der Input nimmt die weit verbreitete Annahme\, in Wien gäbe es keine Gentrifizierung zum Anlass einen genauere Blick auf Wiens Altbauhäuser zu werfen. Beleuchtet werden rechtliche Rahmenbedingungen des Altbausektors\, Investitions- und Preisentwicklungen und Anzeichen für die Verdrängung einkommensschwacher Haushalte.\n+ Beim Input aus der Forschungsarbeit von Johannes Puchleitner geht es um die „Analyse eines privaten Immobilienunternehmens in Wien\, unter Berücksichtigung der aktuellen politischen\, ökonomischen und sozialen Prozesse in der Stadt“. Private Immobilienunternehmen sind laut Johannes Puchleitner Profiteure neoliberaler Umstrukturierungen im gesamten europäischen Raum und auch in Wien stellen sie neue\, relevante und vor allem aktive Akteure in der Gestaltung der „Stadt von morgen“ dar. \nDIE HÄUSER DENEN DIE DRIN WOHNEN! \nVeranstaltung im Rahmen von RaumFrei?! – Solidarische Kampagne 40 Jahre – 40 Besetzungen – Raumnahmen und mehr! http://www.raum-frei.net\n—\nFortsetzungen sind geplant zu:\nLage in Osteuropa\, d.h. den ex-sozialistischen Staaten\nVon Staatseigentum zu Privateigentum und hinein in die Kreditfalle: über die Schönheiten der Eigentumsordnung\, wenn sie einem Haufen von Eigentumslosen aufgepropft wird\nHypothekarkredit\, Wohnbaufinanzierung\nHier soll gezeigt werden\, wie Armut\, gesellschaftliche Ambitionen\, Bankengeschäft und Immobilienspekulation sich ergänzen\, um das Wirtschaftswachstum zu beflügeln\, oder: wie entstehen „Blasen“? \n
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