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SUMMARY:YODO OIDA
DESCRIPTION:YODO OIDA\nPerformances of No Return\nEine Stückentwicklung von wirgehenschonmalvor \nEine Produktion von wirgehenschonmalvor in Kooperation mit WERK X\nUraufführung\nInszenierung: Matthias Köhler\nBühne: Elke Auer\, Kostüme: Madeleine Nostitz\, Musik: EsRap\, Dramaturgie: Anna Laner\, Künstlerische Mitarbeit: Omid Tabari\, Produktionsberatung: Sophie Schmeiser\nMit: EsRap\, Jessyca R. Hauser\, Banafshe Hourmazdi\, Régis Mainka und Gideon Maoz \nEine mit Blut bespritzte Pistole und der Satz „YODO: You Only Die Once\, Why Not Make It Martyrdom“ – so bedient sich der Daesh der Jugend- und Popkultur für seine Propaganda\, die sich mühelos in die Sehgewohnheiten seines Zielpublikums einfügt. Dasselbe könnte aber auch online in einer der unzähligen True Crime Communities diskutiert werden. Unter #schoolshooting oder #columbine finden sich junge Menschen\, die nachvollziehen können\, warum Amokläufer mit maximaler Aufmerksamkeit aus dem Leben gehen wollen: Sie empfinden Empathie\, weil sie selber traurig\, einsam\, wütend und verzweifelt sind. Unerreichbare (Maskulinitäts-)Ideale\, Sehnsucht nach Anerkennung und fehlende Perspektiven in einer ungleichen\, ungerechten Welt führen zu inneren Zuständen\, die als unaushaltbar erlebt werden. Guter Boden für Rachefantasien und radikale Ideologien\, die es ermöglichen\, Gewalt gegen „die Anderen“ zu legitimieren. \nYODO OIDA will verstehen\, warum das kalkulierte Töten und Sterben für diese fragilen\,\nradikalisierten Heranwachsenden zur tatsächlichen (letzten) Handlungsmöglichkeit wird. Wie sieht es in diesen Menschen aus\, ehe sie explodieren\, und inwieweit können wir mit ihnen sympathisieren? Und was erzählen diese Taten über unsere Gesellschaft und Kultur\, aus deren Mitte heraus sie passieren? \nEin potenzieller Amokläufer\, eine radikal-feministische Attentäterin\, ein mitteleuropäischer Open-Source-Terrorist und eine queere Muslima treffen in einem Raum mitten in Wien aufeinander und verhandeln ihre komplizierten Identitäten\, Ängste\, Werte und Wünsche. Eine Versuchsanordnung\, die dem Performancezwang im absoluten Kapitalismus neue Formen der Solidarität entgegenstellen will. \n
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