Im Wiener Bücherpalast: Ferstel, Gridl & die Anfänge der modernen Bibliothek
14. Mai, 16:00 - 19:00
Eine Veranstaltung, die im Abstand von 1 Woche(n) um 16:00 Uhr am Donnerstag stattfindet und bis Donnerstag, 25. Juni 2026 wiederholt wird.
Im Jahr 1884 eröffnete die Universität Wien ihr neues Haus am Ring. Mit dem von Heinrich Ferstel gestalteten Prachtbau im Stil der Renaissance öffnete auch die erste große moderne Bibliothek Österreichs ihre Türen.
Jedes Monument der Ringstraße hat etwas Einzigartiges, doch hier ist es auf den ersten Blick unsichtbar: Die Bücherwelten der Universität haben ein ganz besonderes Zuhause. Der große Lesesaal steht auf einer Eisenkonstruktion von Ignaz Gridl, die gleichzeitig die Bücher beherbergt.
Dieses Gerüst aus Eisen zieht sich wie Fäden durch den Lesesaal bis zum Dach fort und bildet das Rückgrat der Universität. So haben Ferstel und Gridl gemeinsam einen Bücherpalast geschaffen, der Vorbild wurde für alle Bibliotheken Österreichs.
In dieser Zeit wuchsen Bibliotheken in nie gekannte Dimensionen, Tag für Tag erhielt die Universitätsbibliothek unzählige Bücher und Zeitungen. Mit dem neuen Prachtbau konnte sie eine bis heute unveränderte moderne Organisation begründen.
Tagelang könnten wir das Eisengerüst von Regal zu Regal entlangwandern, jedes Buch erzählt eine eigene Geschichte und zusammen bilden sie ein Fenster zur Welt.
»Im Wiener Bücherpalast« lädt ein zu einer Reise zu diesen Geschichten und zu den Innovationen, die bis heute die moderne Bibliothek möglich machen.