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Reverberations

Donnerstag, 8. März 2018, 19:30 - Samstag, 10. März 2018, 20:30

Der Choreograph und Gewinner des Nestroy-Preises Michael Turinsky zeigt ab 8. März seine aktuelle Arbeit „Reverberations“ im neu eröffneten Wiener Tanzquartier. Mit seinen drei Tänzer_innen startet Turinsky in „Reverberations“ den Versuch, eine Antwort auf die fortschreitende Entsolidarisierung zu finden. Gemeinsam machen sie sich auf die Suche nach einem Resonanzraum, in dem sich die Körper neu zusammen finden. Musikalisch stellt Turinsky diesmal den Dub ins Zentrum seines Stücks.

Mit „Reverberations“ geht Michael Turinsky in den Widerstand: Er möchte der zunehmenden Individualisierung unserer Gesellschaft, die das Spektakel der Einzigartigkeit zelebriert, ein choreographisches Ereignis des Gemeinsam-Werdens der Körper entgegensetzen. Es entsteht ein Resonanzraum, in dem die Körper in eine Beziehung des Mitschwingens, Wider- und Nachhalls treten – zueinander, zum Sound, zu ihrer eigenen immer noch nachhallenden kollektiven Geschichte.

Resonanzen der Solidarität
Musikalisch begleitet vom Dub rüstet sich „Reverberations“ zu einem Marsch gegen Unterdrückung und Abschottung und möchte die Mauern der Macht zu Fall bringen. In „Reverberations“ geht es um das Schaffen eines Raums für den gemeinsamen Körper, es geht um die zutiefst körperliche Substanz einer solidarischen Praxis, die weit über den theatralen Raum nachhallt.

Widerständigkeit in der choreographischen Praxis
„Wie kann choreographische Praxis ihre ur-eigenste Widerständigkeit zurück erobern? Und dies in einer Zeit gesellschaftlicher Entwicklungen, die der Kultursoziologe Andreas Reckwitz in kritischer Absicht als ‚Gesellschaft der Singularitäten‘ und die der Philosoph Franco ‚Bifo‘ Berardi als ‚Semiokapitalismus‘ bezeichnet haben,“ hinterfragt Choreograph Turinsky. „Choreographische Praxis kann sich jenen Entwicklungen, so meine ich, nur dann widersetzen, wenn sie unnachgiebig und kompromisslos auf das Gemeinsam-Werden der Körper setzt. ‚Reverberations‘ ist, so gesehen, getragen von der Absicht, das anklingen und nachhallen zu lassen, was man die zutiefst körperliche Substanz solidarischer Praxis nennen könnte: die zwischen Kämpfen und Lieben sich bewegende beständige Suche und situative Neu-Erfindung des ‚Gemeinsamen‘ der Körper,“ folgert Turinsky.

Künstlerische Leitung, Choreographie: Michael Turinsky; Performance, Choreographie: Andreas Guth, Mzamo Nondlwana, Elizabeth Ward; Sound: Dubster, Hyko Dubz (powered by Danubian Dub Soundsystem); Bühne: Jenny Schleif, Ines Kirchengast; Kostüm: Lise Lendais, Ines Kirchengast; Licht: Andreas Lendais; Produktionsteam: Angela Vadori, Kira Koplin; Kommunikation, PR: Simon Hajós, Photo/Video: Michael Loizenbauer

Gefördert von Kultur Stadt Wien, koproduziert von Tanzquartier Wien.
Mit freundlicher Unterstützung von Netzwerk Tanz, TanzHotel, Dschungel Wien, Werk.

Details

Beginn:
Donnerstag, 8. März 2018, 19:30
Ende:
Samstag, 10. März 2018, 20:30
Veranstaltungskategorie:
Website:
https://tqw.at/tickets-service/

Veranstaltungsort

Tanzquartier (Halle G)
Museumsplatz 1
Wien, 1070 Österreich
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