- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Solidarität mit Tibet
Dienstag, 10. März 2015, 11:30
11:30 Uhr Treffpunkt vor der chinesischen Botschaft – Flaggenzeremonie
13 Uhr Protestmarsch zum Minoritenplatz: ab ca. 14 Uhr Mahnwache bis 16 Uhr
TGÖ mit BHÖ-JÖ Tibeter Jugend und SAVE TIBET Austria
WARUM 10. MÄRZ?
Ende der 1950er Jahre wuchs in Lhasa die offene Ablehnung des tibetischen Volkes gegen die chinesische Präsenz. Kämpferische Widerstände hatten schon in den Ost Provinzen Kham und Amdo begonnen. Das chinesische Militär reagierte mit zusätzlichen Truppen im östlichen Tibet und
Strafaktionen gegen Dörfer und Klöster. Außerdem drohten chinesische Offiziere, die Residenz SH des Dalai Lama, den Potala-Palast, zu zerstören und ihn selbst umzubringen, um die Aufständischen einzuschüchtern. Am 1. März 1959 wurde SH der 14. Dalai Lama von der chinesischen
Volksbefreiungsarmee zu einer Theateraufführung in ihr Hauptquartier außerhalb von Lhasa eingeladen. Die Berater SH, um Zeit zu gewinnen, verschoben zunächst die Einladung auf den 10. März. Die chinesischen Armeeoffiziere bestanden darauf, dass SH der Dalai Lama ohne seine Leibwache, ohne Prozession und unbemerkt von der Bevölkerung zu dieser Theateraufführung komme. Die Nachricht von
dieser ungewöhnlichen Einladung in das chinesische Militärlager verbreitete sich in Lhasa und die tibetische Bevölkerung alarmiert befürchtete, dass SH der Dalai Lama von den Chinesen entführt werden sollte.
Am 10. März 1959 versammelten sich dann etwa 300.000 Tibeter wie eine lebende Mauer vor der Residenz SH des 14. Dalai Lama um ihn zu schützen und ihn daran zu hindern dieser suspekten Einladung in das chinesische Militärlager nachzukommen. Allgemein wird dieses Ereignis als Beginn des Aufstandes der Tibeter gegen die Anwesenheit der Chinesen in Tibet gesehen. Protestierer gingen auf die Straßen um die Unabhängigkeit Tibets und den sofortigen Abzug der chinesischen kommunistischen Volksbefreiungsarmee zu fordern. Die Chinesen errichteten daraufhin die ersten Barrikaden in den Straßen von Lhasa, sowohl chinesische als auch tibetische Militärkräfte verstärkten ihre Stellungen in Vorbereitung auf eine Auseinandersetzung innerhalb und außerhalb Lhasas. Die Chinesen positionierten eine Artillerie außerhalb der Sommerresidenz (Norbulinka) von SH Dalai Lama.
Am 15. März bereitete das tibetische Militär die Flucht für SH vor. Am 17. März schlugen zwei chinesische Artilleriegeschosse in die Mauern der Residenz SH nahe seiner Gemächer ein, sodass sich SH daraufhin unter Drängen seiner Berater und den Volksvertretern sofort auf
die Flucht ins Exil begab.
Am 19. März brach mit der Bombardierung des Norbulingka und der Hauptklöster in Lhasa der offene Konflikt aus. Die kleine schlecht bewaffnete tibetische Armee war in zwei Tagen besiegt. Auf tibetischer Seite gab es während des Aufstandes etwa 86.000 Tote.
Der Norbulingka Palast wurde 800 Mal getroffen, viele Tibeter starben in den Trümmern des Palastes. Lhasas drei Hauptklöster, Sera, Ganden und Drepung wurden fast gänzlich demoliert. Adelige, Mitglieder der Leibwache und des Stabes SH wurden öffentlich hingerichtet. Unzählige Mönche, Palastangestellte und Aktivisten wurden festgenommen und zu Tode gefoltert um Informationen über SH Dalai Lama zu erhalten und um andere zu denunzieren. Es war dies eine Zeit, in der fast jede Tibetische Familie ein Familienmitglied verloren hat.
MARSCHIEREN SIE MIT UNS UNTER DER TIBETISCHEN FAHNE UM DES 10. MÄRZ 1959 IN LHASA ZU GEDENKEN UND DEN TIBETERN IN TIBET SOLIDARITÄT ZU BEKUNDEN!
Organisiert von der Tibeter Gemeinschaft in Österreich.
Info: www.tibeter.at, Tel: 0676/5708757
Schreibe einen Kommentar