30 Jahre Integrationshaus Wien
3. Dezember, 19:00 - 22:00
kostenlos
Präsentation des Buchs „Flüchten. Ankommen. Bleiben“ und der Graphic Novel „Das Schutzhaus“ von Elisabeth Köpl
Mit den Gründungsmitgliedern
Beatrix Neundlinger und Sepp Stranig
Das Integrationshaus ist seit 1995 ein Schutzort für traumatisierte geflüchtete Menschen, die sich eine neue Existenz aufbauen möchten. Das „Lichtermeer“ 1993 war die Initialzündung für eine Gruppe an Menschenrechtsaktivisten rund um den Musiker Willi Resetarits für die Umsetzung der Idee eines „Projekts Integrationshaus“. 1995 fand dann die offizielle Eröffnung in der Engerthstraße 163 statt – mit Andrea Eraslan-Weninger als Geschäftsführerin.
Die Leitidee: Jede Familie und jede Einzelperson hat ihre eigenen vier Wände – einen Rückzugsort, einen Raum für sich, samt Kochgelegenheit. Die psychologische Betreuung der Kinder ist ebenfalls ein wichtiger Teil der Arbeit im Integrationshaus. Bildungspartner*innen, Buddies, Mentor*innen, Vertrauenspersonen oder einfach Helfer*innen – das Integrationshaus setzt auf die Mithilfe von Freiwilligen.
Von Anfang an kämpft das Integrationshaus für eine menschenwürdige Asyl- und Integrationspolitik.
Jährlicher Höhepunkt der Kulturarbeit des Integrationshauses ist der Wiener Flüchtlingsball.
Die Geschichte des Hauses führt zu Persönlichkeiten, deren Lebensgeschichten mit denen der derzeitigen Bewohner*innen des Hauses eines gemeinsam haben: Sie wurden aus ihrer Heimat vertrieben. Der Architekt des Hauses, Dr. Karl Jaray, entstammte einer jüdischen Familie. Den Auftrag zum Bau erhielt er 1928, 1930 wurde das Gebäude fertig gestellt. Auftraggeber war der jüdische Fabrikant Hugo Bunzl, Miteigentümer des Papier-Unternehmens Bunzl&Biach. Sowohl der Architekt als auch der Auftraggeber wurden mit ihren Familien in die Emigration getrieben, ihr Eigentum „arisiert“, Angehörige wurden in den Konzentrationslagern der Nazis ermordet.
Buchverkauf zu Gunsten des Integrationshauses !!!
Um Anmeldung unter wittmann@buecher-wittmann.at wird gebeten!