- Diese Veranstaltung hat bereits stattgefunden.
Wissenschaft von Rechts
Freitag, 13. Juni 2014, 15:00 - 21:00
kostenlosRechte Ideologien, Theorie und Netzwerke an Hochschulen
Das heuer erschienene Studienheft „Wissenschaft von Rechts“, herausgegeben vom BdWi (Bund demokratischer Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler) in Zusammenarbeit mit u.a. der ÖH (Österreichische Hochschüler_innenschaft) , befasst sich mit unterschiedlichen Facetten des Titel-Themas.
Die Beiträge befassen sich mit rechten und rechtsextremen Denkweisen als Bestandteil der deutschen, österreichischen und europäischen Hochschulgeschichte, außerdem mit Wissenschaftsproduktion, wie rassistischen und biologistischen Theorieentwicklungen, die gesellschaftliche Ressentiments ›wissenschaftlich‹ legitimieren wollen.
Auch der Aspekt von organisiertem Widerstand gegen rechtsextreme Praktiken, Ideologien und Theorieproduktionen an Hochschulen wird thematisiert.
Die ÖH Bundesvertretung lädt hiermit zur Präsentation des Studienhefts im Rahmen einer Podiumsveranstaltung mit begleitenden Workshops ein. Die Autor_innen werden ihre Beiträge unter der Perspektive von antifaschistischem Engagement an Hochschulen vorstellen und Handlungsdimensionen diskutieren.
Workshops ab 15.00 Uhr
Podiumsdiskussion ab 19.00 Uhr
WORKSHOPS
15.00-17.00 „Elitenzucht statt Bildungspolitik“ – Über die Wiederbelebung des Elitebegriffs
von Thorsten Bultmann, Politischer Geschäftsführer des BdWi
17.00-19.00 „Die Identitären“ – Über die neue rechte Bewegung
von Kathrin Glösel, Natascha Strobl, Julian Bruns, Wien
Beschreibung:
Die Identitäre Bewegung lässt sich als Jugendbewegung der so genannten Neuen Rechten verstehen, die sich in den sechziger Jahren in Frankreich begründete und in den siebziger Jahren nach Deutschland gelangte. Die Neue Rechte ist eine modernisierte und sich intellektuell gebende Form des Rechtsextremismus, die sich von der Alten Rechten abgrenzt, welche sich offen zu Nationalsozialismus, Rassismus und Antisemitismus bekennt. In einem Kurz-Workshop wollen wir Chronologie, Referenzen, Ideologie und Aktivist_innen vorstellen, um im Anschluss daran offene Fragen zu klären und Gegenstrategien diskutieren zu können.
Anmeldung unter: sekretariat@oeh.ac.at
PODIUMSDISKUSSION
Es diskutieren u.a.:
Aljoscha Pilger, Frankfurt am Main – „Menschenverachtende Einstellungen“
Organisierte Rechte und die Eurokrise
Istvan Grajczjar, Budapest – „Vorwärts in die Vergangenheit“
Bildungspolitik im Orban-Regime
Thorsten Bultmann, BdWi
Janine Wulz, Wien – „Wenn Deutschnationale in der Hofburg tanzen“
Traditionen des studentischen Verbindungswesen
danach Getränke und Snacks.
Schreibe einen Kommentar